Pflegegeldrechner

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Pflegegeldrechner

Mit dem Pflegegeldrechner können Sie selbst ermitteln, wie hoch Ihr voraussichtlicher Anspruch auf monatliches Pflegegeld ist. Falls Sie neben Pflegemaßnahmen durch Angehörige in Eigenleistung auch die Hilfe eines häuslichen Pflegedienstes oder teilstationäre Tages- bzw. Nachtpflege in Anspruch nehmen, werden diese sogenannten Kombinationsleistungen bei der Berechnung entsprechend berücksichtigt. Anhand der Info-Buttons im Ergebnisfenster erhalten Sie eine exakte Herleitung Ihrer individuellen Berechnung, so dass Sie alle Rechenschritte bequem nachvollziehen können.

Eingabehilfen zum Rechner

Pflegestufe: Die Pflegestufe ist abhängig vom Grad des Pflegebedarfs und kann mit Hilfe des Pflegestufenrechners ermittelt werden.

Eingeschränkte Alltagskompetenz: Dazu zählen je nach Schweregrad Personen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen.

Anspruch auf ambulanten (häuslichen) Pflegedienst: Abhängig von der Pflegestufe gibt es einen Anspruch auf Übernahme von Kosten für einen ambulanten bzw. häuslichen Pflegedienst, der die Pflege übernimmt. Man spricht hier von Sachleistungen.

Berechnung des Pflegegeldes

Pflegebedürftige, die keine Pflegehilfe oder nur geringe Hilfe eines Pflegedienstes beanspruchen, erhalten durch die Pflegeversicherung ein monatliches Pflegegeld. Hierdurch wird die ehrenamtliche Pflege und Pflege von Angehörigen unterstützt. Auch für die professionelle Hilfe durch einen ambulanten Pflegedienst und für die teilstationäre Pflege (Tages- oder Nachtpflege) gibt es staatliche Unterstützung. Die Höhe des Pflegegeldes ist zum einen abhängig von der Pflegestufe und zum anderen vom Umfang der Inanspruchnahme eines ambulanten Pflegedienstes. Je mehr Leistungen durch einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch genommen werden, umso geringer wird der Anteil des monatlichen Pflegegeldes. Leistungen für die teilstationäre Pflege werden hingegen seit 2015 dank des “ersten Pflegestärkungsgesetzes” nicht mehr negativ dem Pflegegeld angerechnet. Diese können also bei Bedarf voll ausgeschöpft werden.

Grundsätzlicher Pflegegeldeanspruch

Der Anspruch auf Pflegegeld ist abhängig von der Pflegestufe. Zudem wird unterschieden, ob eingeschränkte Alltagskompetenz besteht. Den vollen Anspruch haben Sie dann, wenn Sie keine Leistungen für die häusliche Pflege durch einen Pflegedienst beanspruchen.

Pflegegeld für häusliche Pflege 2015 / 2016 2014
Pflegestufe 0 mit eingeschr. Alltagskompetenz 123 € 120 €
Pflegestufe 1 244 € 235 €
Pflegestufe 1 mit eingeschr. Alltagskompetenz 316 € 305 €
Pflegestufe 2 458 € 440 €
Pflegestufe 2 mit eingeschr. Alltagskompetenz 545 € 525 €
Pflegestufe 3 728 € 700 €
Pflegestufe 3 mit eingeschr. Alltagskompetenz 728 € 700 €

Anspruch auf Leistungen durch einen ambulanten Pflegedienst

Oft kann die Pflege nicht komplett in Eigenleistung durchgeführt werden, so dass ein häuslicher Pflegedienst zu Hause unterstützt. Wiederum in Abhängigkeit vom Pflegebedarf werden hierfür folgende Leistungen durch die Pflegepflichtversicherung erbracht.

Kostenübernahme für ambulante Pflege 2015 / 2016 2014
Pflegestufe 0 mit eingeschr. Alltagskompetenz 231 € 225 €
Pflegestufe 1 468 € 450 €
Pflegestufe 1 mit eingeschr. Alltagskompetenz 689 € 665 €
Pflegestufe 2 1.144 € 1.100 €
Pflegestufe 2 mit eingeschr. Alltagskompetenz 1.298 € 1.250 €
Pflegestufe 3 1.612 € 1.550 €
Pflegestufe 3 mit eingeschr. Alltagskompetenz 1.612 € 1.550 €

Anspruch auf Leistungen für die teilstationäre Pflege (Tages- oder Nachtpflege)

Unter teilstationärer Pflege versteht man die zeitweise Betreuung im Tagesverlauf in einer Pflegeeinrichtung. Falls Sie berechtigt sind, teilstationäre Pflege in Anspruch zu nehmen, bekommen Sie monatliche Kosten bis zu den in der Tabelle aufgeführten Beträgen durch die Pflegekasse ersetzt. Es werden dabei nur die Kosten ersetzt, die rein für den pflegerischen Aufwand, die soziale Betreuung und die medizinische Behandlungspflege anfallen. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung müssen privat getragen werden. Anspruch auf teilstationäre Pflege besteht dann, wenn häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann oder wenn dies zur Ergänzung oder Stärkung der häuslichen Pflege erforderlich ist. Auch eine Kombination mit den Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes und häuslicher Pflege in Eigenregie (Pflegegeld) ist möglich. Dabei wird die Inanspruchnahme von Leistungen für die teilstationäre Pflege seit 2015 nicht mehr den anderen Leistungen negativ angerechnet. D.h. diese Leistung kann voll ausgeschöpft werden, ohne Einbußen bei den anderen Leistungen  hinnehmen zu müssen.

Kostenübernahme für teilstationäre Pflege 2015 / 2016 2014
Pflegestufe 0 mit eingeschr. Alltagskompetenz 231 € 0 €
Pflegestufe 1 468 € 450 €
Pflegestufe 1 mit eingeschr. Alltagskompetenz 689 € 450 €
Pflegestufe 2 1.144 € 1.100 €
Pflegestufe 2 mit eingeschr. Alltagskompetenz 1.298 € 1.100 €
Pflegestufe 3 1.612 € 1.550 €
Pflegestufe 3 mit eingeschr. Alltagskompetenz 1.612 € 1.550 €

Anspruch auf Leistungen für die vollstationäre Pflege (Pflegeheim)

Falls Sie berechtigt sind, vollstationäre Pflege in Anspruch zu nehmen, bekommen Sie monatliche Kosten bis zu den in der Tabelle aufgeführten Beträgen durch die Pflegekasse ersetzt.

Kostenübernahme für vollstationäre Pflege 2015 / 2016 2014
Pflegestufe 0 mit eingeschr. Alltagskompetenz 0 € 0 €
Pflegestufe 1 1.064 € 1.023 €
Pflegestufe 1 mit eingeschr. Alltagskompetenz 1.064 € 1.023 €
Pflegestufe 2 1.330 € 1.279 €
Pflegestufe 2 mit eingeschr. Alltagskompetenz 1.330 € 1.279 €
Pflegestufe 3 1.612 € 1.550 €
Pflegestufe 3 mit eingeschr. Alltagskompetenz 1.612 € 1.550 €

Beispiel für die Berechnung des Pflegegeldes

Herr Müller ist pflegebedürftig in Pflegestufe 2 und leidet an Demenz. Seine Frau hat die tägliche Pflege, soweit es geht übernommen. Unterstützend erhält Familie Müller Hilfe durch einen häuslichen Pflegedienst. Die monatlichen Kosten für den Pflegedienst betragen 400 Euro. Herr Müller hätte Anspruch auf ein monatliches Pflegegeld bis zu 545 Euro, sofern die Pflege komplett in Eigenleistung erbracht würde. Er hat jedoch Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes zu einem Anteil von 30,82 % der dafür vorgesehenen max. Leistungen von 1.298 Euro ausgeschöpft, wodurch das Pflegegeld um denselben Prozentsatz gekürzt wird. In seinem Fall hat er also einen Anspruch auf 69,18 % des max. Pflegegelds von 545 Euro (= 377,05 Euro). Falls Herr Müller berechtigt wäre, teilstationäre Pflege in Anspruch zu nehmen, bekäme er auch hierfür bis zu 1.298 Euro monatlich durch die Pflegekasse ersetzt. Neu ist seit 2015, dass eine mögliche Inanspruchnahme der Leistungen für die teilstationäre Pflege seinem Pflegegeld nicht negativ angerechnet werden.

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